Chronik

 

Gründungsmusik Als "Jedermann" erstmals auf dem Domplatz starb, wurde der Eisenbahner-Musikverein Salzburg ins Leben gerufen. Er gehört, so wie Hofmannsthals Werk, seit 1920 zum Kulturleben der Stadt Salzburg.

 

Chronik des Eisenbahner-Musikvereines Salzburg

1920

Vereinsgründung durch Obmann Paul Schmied und Kapellmeister Franz Hulan
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Die Idee, die Eisenbahner in das Kulturleben der Stadt Salzburg einzubinden, entsprang wohl aus der allgemeinen Stimmung, einem nach den Wirren des 1. Weltkrieges nach Kultur lechzenden Salzburger Publikum nicht nur die Hochkultur der Festspiele, sondern auch volksnahe Kunst und Musik darzubieten. Dass es gerade den durch den Bahnbau in Salzburg zahlreich sesshaft gewordenen Eisenbahnern gelang, eine eigene Musikkapelle auf die Beine zu stellen, mag damals erstaunt haben. Der neue Klangkörper wurde jedoch bereits bei seinem Gründungsfest vom Publikum gut angenommen.

Der Mirabellgarten bot den Salzburger Stadtkapellen im Sommer eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich einem breiteren Publikum vorzustellen. Die sonntäglichen Promenadekonzerte, an denen sich seit 1921 auch die Eisenbahner beteiligten und später auch die abendlichen Leuchtbrunnenkonzerte wurden bald ein beliebter Treffpunkt für die Salzburger und deren Gäste. Diese sommerliche Konzertreihe hat sich genauso wie die im November 1924 erstmals veranstaltete Gedenkmesse für die verstorbenen Mitglieder und Berufskollegen bis heute erhalten.

Das Aufgabengebiet des Klangkörpers wurde ständig erweitert. Für die chronik2_1Mitglieder und Freunde wurden eigene Mitgliederkonzerte organisiert und im Fasching der Eisenbahnerball veranstaltet. Dazu kamen immer öfter auch Verpflichtungen in anderen Städten und auch schon im benachbarten Ausland.
Im Jahre 1928 wurde mit großem Aufwand eine Neuuniformierung des Klangkörpers vorgenommen.


1930

Auch in anderen Städten Österreichs hatten sich inzwischen Eisenbahnermusikkapellen formiert. Sie alle wurden 1932 zu einem großen Auswahlspiel in den großen Saal des Wiener Musikvereines geladen, wo unserem Klangkörper von einer hochkarätig besetzten Jury der sehr ehrenvolle 2. Preis verliehen wurde. Im gleichen Jahr gelang es auch noch, das Notenarchiv durch Ankauf der Notenbestände der ehemaligen Radetzkymusik erheblich zu erweitern.

Neben der Blasmusik wurde auch ein Streichorchester aufgestellt, welches unter anderem 1934 bei einem Großkonzert in Wels erfolgreich eingesetzt wurde.

chronik3 Im Zuge der allgemeinen politischen Entwicklung wurde 1938 der EMV Salzburg zur Werkskapelle erklärt und dadurch in seinen Aktivitäten schwer eingeschränkt. Private Auftritte waren grundsätzlich untersagt und bedurften der ausdrücklichen Genehmigung des Präsidenten der Reichsbahndirektion Linz. Ein Höhepunkt in diesem Jahr war jedoch eine Konzertreise nach Hamburg zum Stapellauf des Ozeanschiffes "Wilhelm Gustloff".

 



1940

Mit Kriegsende im Mai 1945 wurde die Werkskapelle und somit der EMV Salzburg aufgelöst. Die Eisenbahner ließen sich jedoch nicht unterkriegen. Mit Zustimmung der amtierenden Militärbehörde wurde der Verein neu gegründet und der in aller Eile wieder zusammengestellte Klangkörper spielte bereits am 2. September 1945 wieder ein Promenadekonzert im Mirabellgarten.
Kapellmeister Huemer
Es war jedoch äußerst schwierig, die Musikkapelle und auch den Verein wieder in geordnete Bahnen zu bringen. Die Musiker waren zum Teil aus dem Krieg nicht mehr zurückgekehrt oder anderswo untergekommen. Der Mitgliederstand musste neu aufgebaut werden. Mit vereinten Kräften gelang es jedoch, die schwere Nachkriegszeit zu überwinden.

Als dann im Jahre 1949 Kapellmeister Leopold Huemer sein Amt antrat und ein Jahr später Oskar Bieder zum Obmann bestellt wurde, begann für den EMV eine neue Ära.


1950

Uniform 1950 Zunächst wurde für den Klangkörper die neue Dienstuniform der ÖBB angeschafft (Uniform 1950). Obmann Bieder war es gelungen, mit Unterstützung der Stadt Salzburg und des Fremdenverkehrsbüros große Konzerttourneen in das europäische Ausland wie Frankreich, Italien, Belgien u. a. zu organisieren und dabei den EMV Salzburg als Werbeträger für Salzburg einzusetzen. Eine große Aufgabe für unseren Klangkörper.
Aus Anlass des 35-jährigen Bestandes des EMV wurde 1955 eine vollständige Neuinstrumentierung unseres Klangkörpers vorgenommen und ein großes Jubelfest gefeiert. Unter den zahlreichen teilnehmenden Musikkapellen aus dem In-und Ausland war auch die Kapelle aus Bühlertal im Schwarzwald, zu der noch bis heute enge freundschaftliche Verbindungen bestehen.

Für das nach dem Krieg wiederbelebte Streichorchester des EMV wurde nach einer größeren Betätigung gesucht. Nach einer Idee von Kapellmeister Huemer wurde das Neujahrskonzert im großen Saal der Arbeiterkammer Salzburg am 1. Jänner 1956 erstmals aufgeführt. Die Veranstaltung, bei der zeitweise auch der Chor der Kärntner Landsmannschaft mitwirkte, musste aus Platzgründen einige Jahre später in die große Aula der Universität Salzburg verlegt werden. Seit Auflösung des Streichorchesters in den 70-er Jahren wird das Neujahrskonzert vom großen Blasorchester des EMV bestritten.

Im Jahr der Weltausstellung in Brüssel (Expo 58) wurde der EMV Salzburg als Vertreter Österreichs zu den 60. Internationalen Musikfestspielen in Antwerpen nominiert. Konzerte in Luxemburg, Oostende, vor allem aber in Antwerpen standen auf dem Programm. Eine Gruppe des Trachtenvereines Alpinia war mit von der Partie und konnte ihrerseits mit ihren Tanz- und Gesangseinlagen begeistern. Auf Einladung des Österr. Botschafters wurde auch auf der Expo 58 im Österreichpavillon ein Konzert gespielt.
Widmung Rohracher
Der nach Kriegseinwirkung schwer zerstörte Salzburger Dom wurde nach seiner Wiederherstellung im Frühjahr 1959 mit einem großen Fest neu eröffnet. Der EMV Salzburg erhielt vom Domkapitel den ehrenvollen Auftrag, an einem der Festtage, der den Arbeitern gewidmet war, die musikalische Umrahmung zu übernehmen. Erzbischof Andreas Rohracher bedankte sich dafür herzlich mit einer Widmung.

 

 


1960

Eine der bedeutendsten Auslandsreisen war die im Jahr 1964 durchgeführte Reise nach Paris und Orleans Orleans. Der EMV war wiedereinmal als Vertreter Österreichs unterwegs. Diesmal um an der Jeanne d´Arc-Feier in Orleans teilzunehmen. Ein erhebendes Erlebnis für unsere Musiker, Seite an Seite mit der Musikkapelle der Französischen Fremdenlegion, Französischen Militärkapellen und zahllosen anderen Kapellen und Gruppen aus ganz Europa aufzumarschieren und das historische Fest einer ganzen Nation mitzuerleben.

Konzertreisen nach Deutschland, Frankreich, Dänemark und Ungarn waren Highlights in den folgenden Jahren. Viele Freundschaften wurden geschlossen und nicht selten kam es auch zu Gegenbesuchen ausländischer Kappellen hier in Salzburg.


1970

Zum 50-jährigen Bestandsjubiläum im Jahre 1970 wurde ein großes Fest mit mehr als 20 teilnehmenden Musikkapellen aus dem In- und Ausland gefeiert. Einer der Höhepunkte dabei war ein Gemeinschaftskonzert aller Eisenbahnerkapellen des damaligen Direktionsbereiches Linz, welches auf dem Residenzplatz stattfand.
uniform1973
Als im Jahre 1973 bei den ÖBB neue Dienstuniformen eingeführt wurden, wurde auch unser Klangkörper damit eingekleidet (Uniform 1973).

Im Herbst 1977 erlitt der langjährige Kapellmeister Leopold Huemer eine Herzattacke und musste 1978 aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niederlegen. Huemer war 29 Jahre lang erfolgreicher Kapellmeister unseres Klangkörpers. Sein Nachfolger wurde Oskar Gruber.
Genauso wie die Uniformen unterlagen auch die Musikinstrumente einer ständigen großen Belastung, sodass im Jahr 1979 eine Generalüberholung des gesamten Bestandes erforderlich wurde. Finanziell eine große Belastung, die jedoch in gemeinsamer Anstrengung und mit Unterstützung durch die Arbeiterkammer und der Gewerkschaft der Eisenbahner positiv erledigt und gerade rechtzeitig zum 60-jährigen Bestandsfest abgeschlossen werden konnte.



1980

Vereinsflagge Fahne Zahlreiche Musikkapellen aus dem In- und Ausland nahmen an den Feierlichkeiten des 60jährigen Vereinsjubiläums teil zu dessen Anlass eine neue Vereinsfahne eingeweiht wurde. Diese Fahne, die als Symbol Salzburg, die Eisenbahn und die Musik vereint, ist bis zum heutigen Tage noch in Verwendung.
Von Anbeginn an war für den Klangkörper die Frage eines geeigneten Proberaumes und Archivs schwierig zu lösen. In den ersten Jahren nach Vereinsgründung und auch noch in den Vorkriegsjahren musste hier noch zeitweilig auf Gasthäuser ausgewichen werden. Später standen dann mehr oder weniger geeignete Diensträume zur Verfügung. Dank jahrelangen und intensiven Bemühungen unseres damaligen Vereinsobmannes Hanns Bayer und der Unterstützung der Gewerkschaft der Eisenbahner konnte der Musikverein im Jahre 1986 in das noch heute in Verwendung stehende Vereinsheim in der Elisabethstr. 34 einziehen.


1990

Beim großen Salzburger Landesfest, in dessen Rahmen auch ein Wertungsspiel der Musikkapellen durchgeführt wurde, erspielte unser Klangkörper unter der Leitung von Kpm. Oskar Gruber einen 1. Rang mit Auszeichnung.

Die Vereinsleitung, der seit 1991 Peter Grundbichler als Obmann vorsteht, war und ist ständig bemüht, für den Klangkörper neue Aufgaben zu erschließen und so auch dem Publikum und vor allem den Mitgliedern etwas Neues zu bieten. Neue Veranstaltungen wurden kreiert.
So wurde nach einer Idee des neuen Kpm. Dr. Rudolf Weikl 1991 das "Konzert in der Werkstätte" mit großem Erfolg in den Werkshallen der Zugförderungsleitungen Salzburg und Linz aufgeführt und sollte an die Arbeiter-Symphoniekonzerte aus der Zeit der Jahrhundertwende erinnern.
Mit den Proben für das Neujahrskonzert 1993 übernahm Kpm. Prof. Emil Rieder den Taktstock.

Mit im Programm die Uraufführung des Konzertstückes "Die Insel" von Professor Hermann Regner (Solist Ferenc Dornai). Ein Operettenabend im Zwerglgarten des Schosses Mirabell war der Beginn einer neuen Konzertreihe. Weiters wurde mit einer Konzertreise nach Olten in der Schweiz eine alte Freundschaft wiederbelebt, welche bis in die 50er Jahre zurückreicht.


Gruppenfoto Zum 75jährigen Vereinsjubiläum wurde erstmals eine CD aufgenommen und das Orchester in historische Dienstuniformen der K. &. K. Staatsbahnen aus 1891 eingekleidet. 34 in- und 4 ausländische Musikkapellen waren unsere Gäste und Gratulanten. Aus privaten Gründen übergab Prof. Emil Rieder nach zweieinhalb erfolgreichen Jahren den Taktstock an Kpm. Peter Wesenauer.Uniform
Aufgrund einer bei diesem Fest neu geknüpften Verbindung kam es 1996 zu einer Reise in die Bretagne mit Auftritten in Rennes, Dinan und San Malo. Ehre für unser Orchester war auch ein Konzert zum Fest zur Eröffnung der Salzburger Festspiele auf der Jedermannbühne vor dem Dom in Salzburg. Die Teilnahme an der 5. internationalen "Musikkonkurrence für Harmonieorkestre" in Nyborg (Dänemerk) brachte unserem Klangkörper bei großer internationaler Beteiligung einen 3. Platz ein. Konzerte im Raume Salzkammergut, der Heimat von Peter Wesenauer, ein Musical - Abend im Zwerglgarten des Schlosses Mirabell, ein Benefizkonzert zugunsten der Aktion "Licht ins Dunkel", sowie ein Gastkonzert in Hollabrunn folgten.
Nach 4 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit löste Peter Wesenauer den Kapellmeistervertrag vorzeitig auf.



2000

In diesem Jahr übernahm Kapellmeister Jan Steffen Bechtold die musikalische Leitung unseres Orchesters. Bechtold, der auch verschiedentlich als Chorleiter tätig ist, konnte sich durch eine lockere und sehr publikumsnahe Programmgestaltung bereits bei seinem 1. Neujahrskonzert die Herzen der Zuhörer erobern. Seine guten Beziehungen zu Salzburger Chören und zur Kirchenmusik ermöglichten dem EMV zunächst die Teilnahme am Chor- und Orchesterfestival "Cantus MM" in Salzburg und anverschiedenen kirchlichen Auftritten, wie etwa einer Messgestaltung in der Erlöserkirche in Bad Homburg und einem Hochamt, zelebriert vom Hr. Erzbischof Georg Eder im Salzburg Dom.

In administrativer Hinsicht konnte im Jahr 2002 eine seit Jahren laufende Sanierung unseres Vereinsheimes zumindest im Außenbereich erfolgreich abgeschlossen werden. Außerdem wurde im gleichen Jahr ein gut erhaltenes Vereinsfahrzeug angeschafft.

Musikalische Höhepunkte waren 2002 ein Gemeinschaftskonzert in der großen Aula der Universität Salzburg mit einer Gastkapelle aus Hamamatsu (Japan), die Aufführung der Cäcilienmesse von Charles Gounod im Salzburger Dom mit über 150 Mitwirkenden sowie die in Linz im Auftrag unseres Sponsors Fa. Roco musikalisch gestaltete und für "Licht ins Dunkel" gewidmete Roll-out-Feier der 100-sten Lokomotive der Reihe 1116. (Bilder und Texte unter "Unsere Kulturarbeit im Jahresablauf ist vielseitig")

Vielfach sind die Aufgaben, die unser Musikverein seit seiner Gründung im Jahr 1920 zu erfüllen hatte. Zahllose Kontakte zu in- und ausländischen Kapellen, die teilweise schon seit mehreren Jahrzehnten und über Generationen andauernd, beweisen es. Musik kennt keine Grenzen und Musik verbindet die Menschen.

Die Genugtuung, dass die Salzburger Eisenbahner einen Teil dazu beitragen können, ist der Lohn für alle, die sich in all den Jahren uneigennützig in den Dienst dieser guten Sache gestellt haben.

J/Ba u. P/G

Jahr 2003


Auf den Spuren von Olympia - Eisenbahner-Musikverein in Cortina d’Ampezzo: Zu 19 Klangkörpern gesellte sich der Eisenbahner-Musikverein zur 27-ten „Festa de ra Bandes“ in Cortona d’Ampezzo am letzten August-Wochenende 2003.
Samstagsabends gab es ein zweistündiges Konzert unseres Orchesters mit viel Publikum in der Muschel (Conchiglia) am Hauptplatz von Cortina d’Ampezzo.
Am Sonntag gab es einen großen Festumzug mit nahezu 800 Teilnehmern und viel Marschmusik. Es war ein toller Ausflug.
Vom im Mai unternahmen wir eine Reise nach Frankreich. Dort hatten wir gleich einen Auftritt bei der Marschparade im Disneyland Paris. Eisenbahner mit Micky Maus, Goofy
und Co!
Am nächsten Morgen ging es nach Rennes um der dortigen Eisenbahnermusik zum 100-jährigen Geburtstag zu gratulieren.
Der Höhepunkt war der Gottesdienst in der Kathedrale von Rennes.
Einen wunderschöner Abschluss der Reise war der Besuch der Abtei und des Museums von Mont-Saint-Michel.
Der Eisenbahner-Musikverein hatte die Ehre in diesen Jahr im Rahmen des Abschlusses der 6-tägigen „Mid Europe“ 2003 in Schladming, einem anerkannten internationalen Festival der Blasmusik, die „Linzer Messe“ von Werner Brüggemann aufzuführen.

2004

Neuer Kapellmeister für den EMV Salzburg
Ab dem 19.01.2004 war die Kapellmeisterstelle bei uns unbesetzt. So konnten wir mit Igor Oder einen neuen Mann finden, der alle musikalischen und menschliche Voraussetzung hatte. Igor kam von der bayrischen Seite zu uns. Er war Musiklehrer im Musikum Oberndorf und Bergheim sowie Leiter der Musikschule Berchtesgadener Land.
Bis zum Jahr 2002 war er auch Solo-Trompeter der Bad Reichenhaller Philharmonie. Es hätte uns nichts Besseres passieren können, als einen solchen Musikprofi zu bekommen.
Ab nun ging es mit dem Eisenbahner-Musikverein Salzburg stets bergauf.
In diesem Jahr ging unser Orchester auf große Reise nach Japan. Am 08.08.2004 machten wir uns auf den Weg zum Gegenbesuch nach Japan.
Ein abendliches gemeinsames Konzert mit der Stadtkapelle Hamamatsu spielten wir in der vollbesetzten Act City Hall in Hamamatsu. Das japanische Publikum war begeistert
von unserer Musik und wir waren von der tollen Akustik angetan.
Wir waren auch eingeladen bei der Blumenausstellung „Pacific-Flora“ ein Konzert zu geben. Die unerträgliche Hitze machte uns zu schaffen, so dass wir gleich zu leichter Sommerkleidung wechselten.
In Japan erlebten wir eine Gastfreundschaft, die bei uns nicht üblich und für unsere Begriffe kaum vorstellbar ist. Wir besuchten dann noch die Fabriken von Kawai (Klavier) und Yamaha (Musikinstrumente) und konnten uns ein Bild von der Arbeitswelt in Japan machen.
Der Höhepunkt war eine Fahrt mit den Shinghansen.
Zum Abschluss ging es nach Tokio, wo wir im 23. Stock der Jugendherberge wohnten und die Stadt von ganz oben sahen. Auch ein Rundgang um den Kaiserpalast und Kaiserpark könnten wir machen. Danach gab es ein Menü bei McDonald’s.

Mit vielen Geschenken und auch grünen Tee traten wir am 19.08.2004 unsere Heimreise nach Salzburg an.
Die Musiker des Eisenbahner-Musikvereines Salzburg können von einer überaus eindrucksvollen und erfolgreichen Konzertreise berichten, bei der sie Salzburg und die Kultur der Eisenbahner bestens vertreten haben.

2005

Ein gelungener Auftakt mit den neuen Kapellmeister Igor Oder war das Neujahrskonzert 2005 im Kongresshaus Salzburg. Es war eines der schönsten und besten Neujahrskonzerte, die der EMV Salzburg bisher gespielt hat. In diesem Konzert wurde auch eine Spendenaktion für „Nachbar in Not - Flutkatastrophe in Südostasien“ durchgeführt. Die Spendensumme von € 2.563,10 könnten wir dem ORF überweisen.

Unsere beiden Marketenderinnen Simone und Astrid stellten sich der Wahl zur „Miss Marketenderin“ in Uttendorf. Auch wenn sie nicht gewonnen haben, so sind sie für uns die Besten! Frei nach dem olympischen Motto: Dabei sein ist alles!
Nun ging es für unsere Musikerinnen und Musiker zum 2. Fußballcup der Salzburger Blasmusiken in Koppl. Unser Wunderteam mit Kapitän Reini erreicht den sensationellen zweiten Platz und damit als Gewinn eine neue Klarinette!
Die Landeswertung in Wals wurde als nächstes Ziel angestrebt. Dort wurde ein „sehr guter Erfolg“ in der Gruppe C (88,52 Punkte) erreicht. Mit dem Pflichtstück „Die Posaunen von Jericho“ (Gottfried Veit) und als Selbstwahlstück „Enjoy the Music“ (Thomas Doss) konnte das Orchester die Jury überzeugen.

2006

Im Jahr 2006 jährte sich die Tradition unseres Neujahrskonzertes zum fünfzigsten Mal! Igor Oder, seit 2004 Kapellmeister des EMV, stellte in diesem Jahr daher besonders hohe
Ansprüche an die Musikerinnen und Musiker. Im Programm standen Stücke wie „Montana Fanfare“, „Ouvertüre zur Operette Pique Dame“, der „Nachtschwärmer-Walzer“ oder der
2. Satz des Klavierkonzertes von Mozart. Nach der Pause wurde es moderner im Programm.
Mit Melodien aus dem Musical „Mozart“, von Bryan Adams und aus „Star Wars“ könnte man das Publikum begeistern. Ein gelungener Auftakt zum Jahresbeginn 2006!
Im Februar wurden die Dreharbeiten für unsere CD- und DVD-Produktion „Salzburger Eisenbahner-Weihnacht“ abgeschlossen.
Nach fünf Drehtagen, meist bei herrlichem Sonnenschein und bester Schneelage, konnte am Samstag vor dem Schloss Leopoldskron unser Blechbläserquartett und in der Schlosskapelle das Flötenquartett abgedreht werden. Nun begannen die Arbeiten im Schneideraum, wo Bilder und Musik zu einem Ganzen verschmolzen wird.
Märchenmusical „FREUDE“ ein toller Erfolg.

Das Märchen-Musical „Freude“ bereitete dem begeisterten Publikum bei den Aufführungen im Kurhaus Berchtesgaden genau dieses Gefühl. Die Blaskapelle Maria Gern, der Eisenbahner-Musikverein Salzburg und die Musikschule Berchtesgadener Land hatten das Musical zur Aufführung gebracht. Igor Oder und Franz Kurz hatte die Gesamtleitung. Der große Einsatz hatte sich gelohnt und Freude“ wurde ein voller Erfolg.
Im Mai war es wieder mal soweit. Der EMV ging auf Reisen. Der Familienausflug führte uns diesmal in die Heimat unserer Vizekapellmeisterin Erika nach Sopron (Ungarn). Bei einem Weinfest spielten wir zwei Konzerte. Es war ein schöner Ausflug wo wir wieder viele musikalische Freunde kennen gelernt haben.
17. November 2006, ein Traum wird wahr! Wir konnten unsere CD und DVD „Salzburger Eisenbahner-Weihnacht“ der Öffentlichkeit präsentieren. Diese Veranstaltung fand in der Itzlinger Kirche statt. Unter den Gästen befand sich auch Prof. Hermann Regner, welcher einige Stücke eigens für dieses Projekt komponiert und arrangiert hat.

2007

Ein Start ins neue Jahr wie man sich’s als Musiker nur wünschen kann. Zum ersten Mal in der nun schon 51-jährigen Geschichte des Neujahrskonzertes wurde bei der Besucherzahl die Grenze von 1 000 überschritten. Es wurde wieder feinstens musiziert und es gab zum Schluss Standing Ovations.
Bei diesem Konzert konnte sich das Schlagzeug-Register über ein neu angekauftes kombiniertes Schlagzeug freuen. Für die Aktion „Licht ins Dunkle“ konnte ein Betrag von € 6 500,- dem ORF überreicht werden.
Im Juli geht es an einem Sonntag früh morgens mit dem Autobus Richtung München. Das Orchester darf einen Gottesdienst zum Patrozinium der Pfarrei St. Margaret mitgestalten.
Die Messe „Missa Brevis“ von Jacob de Haan wurde gemeinsam mit dem Krichenchor der Pfarrei aufgeführt. Eine Besonderheit war, dass zur Gabenvorbereitung auf ausdrücklichen Wunsch Kirchenpfleger der Marsch „Regimentsgruß“ erklang.
Marschmusik in der Kirche – auch zu Gottes Ehr!
Im September fand unser erstes EMV Sommerfest statt. Ein Verein macht in der Stadt ein Fest und alle kommen vorbei. Eltern, die Ihre Kinder beim Blockflötenkonzert freudig unterstützen, die SATO-Oldies mit ihrem Glenn-Miller-Sound, die Eisenbahner-Musikanten, die ihre böhmische Blasmusik aufführten und auch die Prellbock-Musi, die zum Weißwurst-Frühschoppen aufspielte, waren dabei. In allem ein tolles gelungenes Fest’l!
Danach begannen schon die Proben fürs Neujahrskonzert 2000. Erstmals in der Vereinsgeschichte fuhr unser Orchester zu einem Probenwochenende nach Mallnitz.
Unser Obmann-Stellvertreter Ernst hat dieses Wochenende in seiner Kärntner Heimat organisiert. Fleißige Referenten und ein Stundenplan, der den Musikern alles abverlangte, waren beste Voraussetzungen, dass dieses Vorhaben ein Erfolg wurde. Beeindruckt waren alle Musikerinnen und Musiker, welche Niveausteigerung innerhalb dieser kurzen, aber dafür sehr intensiver Probenarbeit, möglich war. So blieb sogar noch etwas Zeit um nach der Probenarbeit die Mallnitzer Dorfdisco zu besuchen.

2008

Wie jeder Verein sind auch wir verpflichtet einmal im Jahr eine Jahreshauptversammlung abzuhalten. In dieser Versammlung gab es einige Veränderungen im Bereich Obmänner und Kapellmeister. So wurde Ernst Bründler neben seiner Tätigkeit als 2. Obmann-Stellvertreter nun auch Musikerobmann und als neue Kapellmeister-Stellvertreterin wurde Conny Reichholf von den Musikern gewählt. Mag. Erika Szavuly legte ihren Kapellmeister-Stellvertreter zurück und auch Obmann-Stellvertreter Gottfried Hutter stellt sein Amt zur Verfügung. 
Im April dieses Jahres konnten wir einen neuen Sponsor ausfindig machen. Durch unseren Funktionär Karl Kenneth Robert, der zwar vom Wasser, aber zum Glück vom Bier keine Angst hat, kam es zu einem Gespräch mit dem „Bierversilberer“ Karl-Heinz Neumann der Brauerei Schönram. Kurze Zeit später erfolgte die Unterschrift von Brauereichef Alfred Oberlindober und unser Musikverein hatte den vierten Hauptsponsor unter Vertrag.
Bei der „Nacht der Museen“ gab der Eisenbahner-Musikverein ein Konzert im Lokschuppen Freilassing. Neben den historischen Lokomotiven waren die fünfzig Musiker in ihren Uniformen nicht nur ein hörbarer, sondern auch ein visueller Genuss.
Der Eisenbahner-Musikverein Salzburg wurde von der Trachtenkapelle Mallnitz eingeladen, beim 80-Jahr-Jubiläum mitzuwirken. Beim Sternmarsch waren wir die erste Kapelle und so konnten wir den Einmarsch der anderen Gastkapellen gut mitverfolgen.
Danach mussten wir den Festplatz schnell verlassen, denn ein sturmartiger Regen zog auf und im Laufschritt ging es zum Tauernsaal, wo wir einen Dämmerschoppen spielten. Nach uns spielten die jungen Mölltaler zum Tanz auf und weit nach Mitternacht entschlossen sich noch viele von uns, noch nicht ins Bett zu gehen, sondern steuerten die Dorfdisco „Ankogel“ an. Einstimmiger Tenor dieses Ausfluges: Es war super und alle die nicht mitfahren konnten, haben sicher was versäumt!
Im September durften wir auf Einladung der Volkskultur der Stadt Salzburg das Erntedankfest im Dom musikalisch gestalten. Mit einer Chorgemeinschaft aus Oberösterreich wurde eine tolle Messe gefeiert, welche von den Gottesdienstbesuchern mit langem Applaus belohnt wurde. Danach wurde mit den Eisenbahner-Musikanten im Stieglkeller gemütlich gefeiert.

2009

Mit Jubel, Trubel, Heiterkeit ging es ins Jahr 2009. Eine vereinsinterne Faschingsgaudi bei der DJ Palony mit viel Musik aus den 70er- und 80ziger-Jahren für eine ausgelassene Stimmung sorgte. Die Narren ließen ihre liebste Jahreszeit hochleben. Ob Zwerge, Cowboys oder Hochwürden, alle wurden mit einer „borarisch-guaden“ Brettljaus’n und frisch gezapftem Bier verwöhnt. Die Nacht war zu kurz!
Wir spielen und singen für die „Schmetterlingskinder“ in der Stiftskirche St. Peter in Salzburg. Gemeinsam mit dem Kirchenchor St. Margaret aus München unter der Leitung von Karl-Heinz Vater, wurde das Konzert ein großer Erfolg. Am Ende des Benefizkonzertes wurde dem Botschafter der Schmetterlingskinder, Herrn Matthias Haas, ein Spendenerlös von € 1 864.- überreicht.

30. österreichisches Blasmusikfest in Wien.
Es war wieder so weit, dass der Bezirksverband der Musikkapellen der Stadt Salzburg an der Reihe war, drei Kapellen zu diesem Fest zu entsenden. Auch uns wurde die Ehre zuteil, Salzburg bei diesem Fest in Wien zu vertreten. Angeführt von Bezirksstabführer Gerhard Kofler konnte der Marschblock Salzburg, bestehend aus der Postmusik und unserem Orchester, von 9 teilnehmenden Bundesländern den 5. Platz erreichen. Ein toller Erfolg für uns.
Der Rückweg unserer Wien-Reise führte uns nach Unterretzbach zum Weingut Schleinzer, dem Elternhaus unsere Flötistin Susanne. Nachdem wir alle Weine durchgekostet haben, ging es heim nach Salzburg. Eine Reise von der man was erzählen kann!
Der „Kaiser“ kam persönlich!
Das 100-jährige Jubiläum der Tauernbahn und die Fertigstellung des zweigleisigen Ausbaus waren Anlass ein Fest zu feiern. Unser Orchester war mit seiner historischen Uniformen ein willkommener Partner um dieses Fest musikalisch zu gestalten. Mit dem Rail-Jet ging es von Salzburg zum Bahnhof Spital-Millstättersee, wo uns der „Kaiser“ mit seiner Bürgergarde persönlich begrüßte. Danach ging es mit einer Tfz. 1020 und Schlierenwagen den Berg hinauf nach Mallnitz, wo wir nach dem Einmarsch ein Konzert gaben. Unser Kapellmeister hatte wieder das richtige Programm zur Auswahl, dass das Publikum sehr begeisterte. Der „Kaiser“ bedanke sich mit den Worten: „Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut!“